Hernach verzeichnet, der Mutter vnd sonsten ausgedinget, dafur sol
er am heuptkauffe geben, den alten erbgulden, was noch dran zu zalen,
vnschedlichen, achtzehenhundert marck, derer Jde pro zwei vnd dreis-
sig weisse g(roschen) fur die marck gerechnet, Vnd dan Miecheln dem
Sohne, einhundert marck fur die Erbschaft, Jtem funftzigk
marck fur die hochzeit, vnd zwolf thaler fur die kleidungk,
den achzehenhunderten auch vnschedlichen, vnd solche gelde sol-
len auff zweine termin erleget werden, als auf negst komen-
de Martiny, dietz lauffenden Sieben vnd neunzigisten Jares,
Neunhundert marck, Dan auf kommende fasnacht A(nno) 1598
die andern Neunhundert marck, sampt diesem den auch, was
Miechel tschentschers recht vermag, als hundert marck fur die
Erbschaft, funftzig marck marck fur die hochzeit, vnd zwolf thaler
fur die kleidungk, sol auch bar mite erleget werden, Bein
solchem gutte verbleibet, dreissig scheffel zu Brothe, halb korn,
vnd halb gersten, Jtem drei vnd zwantzig scheffel zu sahmen,
vnd der haber gar, so vil dessen noch gedraschen, vnd vngedraschen
furhanden, Das ander getredicht aber, ben Wan die beinlas-
sung vorgnuget wirdt, als weitze, korn vnd gersten, sol nach
der gebuhr geteilet werden (wie auch Jder sein geburlich teil
zu sich empfangen) Die frau Nieckel tschentscherin,
dinget ihr aus bein ihrem leben, das haus sampt dem garten,
in der kierchgasse, vnd das flecklein acker hinger dem zaune,
bis ans wiese flecklein, vnd das Wiese flecklein den darzu,
keuffer sol auch ihr on entgeltnis schuldig sein, die acker arbeit
samb auch wan sie gleich den garten seete, oder Miest fuhren