[242] Jch Carol herr von Kietlietz zur Malmietz et c(etera) herr auff Sprembergk
bekenne vnd thue kundt hirmit fur menniglichen, das mir mein Vnderthan
Lorentz Wierdt forbergsman zu Jornigk, heute dato die andern, auf Jungst
verflossen philipi vnd Jacoby, dieses 93 Jares, fellige Erbgelder, der ein
tausent thaler, Von dem vermog des kaufbrieues, im vorkauften forbergk
sampt desselben zugehor erleget vnd ausgezalt hat, Sage derohalben in oder
wer deshalben Quitirens von nothen himit quit los vnd ledig, Vrkundlichen
habe ich mein angeborn Jnsiegel, vnd vnderzeichnet handschrieft wissent(-)
lich hinunter gestellet, Geschehen den Sinabendt nach himelfardt
christi Anno 1593, Jch Hans Otte Scholtze, vnd neben mir ge-
schworne Scheppen Gorge Rietter Hans doms, Matz hermen
vnd Nieckel tschentscher, bekennen eintrechtiglich, das solch Quitantz
mit vnsers gnedigen herrn angeborn Jnsiegel ist furgelegt wurden,
Vnd seine gnaden auch den Consens darzu gegeben haben, solches zu
mehrer sicherheit ins scheppenbuch zuuorzeichnen lassen
[243] Jch Carol herr von kietlietz, zur Malmietz vnd eisenberg herr auff
Spremberg, Rom(isch) kay(serlicher) (majestat), verwalter der koniglichen Landtvogtei,
des Marggrafthum Niederlausnietz, fur mich, mein erben vnd Erb-
nehmen, kegen menniglich hiemit offentlich, bekenne, das der Er-
same Lorentz wierdt, mein lieger getreuer vnd Vnderthaner, For-
bergsman zu Jornigk, die letzten zweitausent thaler, kaufsumma,
vor das von mir erkaufte forbergk, daselbest zu Jornigk, samb dessen zuge-
hor, zufolge, des im darob gebenen kaufbrieues, den erbarn mei-
ner herrn Bruder, vnd meinem Diener zur Malmitz, Zachariae preus-
sen, in zweien posten zalt, vnd entrichtet, Jnmassen mir den dersel-
be, solche gelde, hinwider vberantwordt vnd berechnet,
Sage derowegen, gedachten Lorentz wirten, obangedeuter zweitausent,
taler, letzten kaufsumma, fur mich mein erben vnd erbnehmen,
wie obbrerurt, kraft dieses meines brieues, mit verzeihung, derselbten
Exception non numeratae pecuniae, quit ledig frei vnd los, gantz
treulich, sonder geferde, dessen zu warem bekentnis habe ich mein
angeborn petschafft, wissentlich hirauf drucken lassen, mich auch
mit eigener handt verschriben, Geben luben, freitag nach
Esto mihi, anno der weniger Zahl, sieben vnd Neuntzigk,