Jtem auch zu fasnacht in diesem lauffenden, neun achtund
neunzigisten Jares, hat hans hecker auch geleget, seinem ge-
orndneten abgeredten kauffe, nach dem Erben, als Miechel
tschentschern einhundert marck fur die Erbschaft, Jtem funftzig
marck fur die hochzeit, vnd zwolff thaler fur die kleidungk
welches seine georndnete Vormunden, als Gorge Rietter, vnd
Mathes hermen empfangen haben, die zeit, hans Otte
Scholtis, neben ihm geschworne scheppen, hans doms, Jacob
hancke, vnd Simon hegber,
[187] Darauf erwente personen, als erstlichen Jacob hancke, an stadt der
frau Anna, weilandt Nieckel tschentschers (seligers) hinderlassene
Wittib durch ihren Vormunden, gestanden, neben ihr erschienen
Merten hecker vom Schonenborne fur sich, Vnd auch dan weiter
Merten hecker als ein gebetener machtman, von fraw Elisabeth,
vorerwentes Jacob vnuerrichts hienderlassene wittib, dan ge-
orndnete Vormunden Michel tschentschers, als Gorge rietter
der ober, vnd Mathes hermen, haben alle eintrechtig bekandt, be-
zeuget vnd ausgesaget, das ihnen allen vnd einem Jdern insonder-
zeit gnugsame rechte bezalungk wiederfaren sie, welche sie auch
zu ihren siechern henden empfangen haben, Darauf erwente
personen allen fur diesen kreftigen wolgeorndneten gerichten sich
gentzlichen vnd gar alle dieses sich geeussert, vnd dietz guth, los
vnd ledigk gesaget das sie von nu an vnd bis zu ewigen zeiten
gar auf ditz guth nicht sprechen wollen, es sei gleich itzo, besitzer
ihr edem, Schwoger Vetter oder freundt, oder zukumftiger,
besietzer gemeltes guttes, sie wollen auch solches, gar niemand(-)
sen zu thun verstatten, wer der auch sey, es wer gleich mit
weldlichen oder geistlichen gerichten, alles treulichen vnd ohne