[828] Jockel Hancken kauff
A(nno) 1586 Mitwoch noch pfingsten, ist ein Rechter christlicher Erbkauff
geschehen, mit zulassung der Erbherrschafft, zwischen Anders hancke(n),
vnd neben im zweine Sohne Gorge vnd hans hancke gbruder, vnd
Gorge hein in Ehlicher Vormundschaft seines weibes Anna, vorkeufer
an einem teil, Vnd sein son Jacob hancke, als keuffer anders teils,
als nemblichen, vmb das Erb vnd guth, haus, vnd hoff, vnd zuge-
horigen Garten, vnd neben hause, welches gedachter Anders
hancke, in rechtem besietz vnd gebrauch gehabt, vnd wie es fur alters
fur eine hube Ackers, in seinen reinen, vnd grantzen gelegen,
zwischen Nickel tschentschern, vnd Gorge Rittern, dem niedern,
Vnd hat keuffer solch Erb vnd guth, wie es stehet vnd leit, nichts aus-
genomben, mit Erdt wieth, vnd nagelfest, Jm heuptkauf angenomben,
Vmb Neunhundert marck, Jde m(arck) fur 32 w(eisse) g(roschen), vnd den g(roschen) fur
12 (heller) gerechnet, Vnd sol zur ersten gereidschaft auf funf termin
angeben, acht hundert marck, als erstlichen auf Fasnacht, des
folgenden 87 Jares, Vierhundert marck, daraus sol den dreien
kindern mit namen Jorge vnd hans hancke gbruder, Vnd Jorge
hein wegen seins weibes Anna, Einem iglichen zu ihrem mutter-
lichen rechten hiraus folgen funftzig marck, aber der keuffer
sol mit seinem warten, bis auf die letzte, darnach auf Fasnacht
des 88 Jares, sol er geben Ein hundert marck, Solches hat der
Vatter den dreien kindern, Jorgen, hansen, gbrudern, vnd
Gorge heinen wegen seines weibs, von seinem Rechte geschencket,
welchs sie alle drei zugleiche miteinander teilen sollen, vnd auf
Fasnacht des 89 Jars, sol er geben, Ein hundert marck, welches dem
Vatter gebuhret, darnach auf Fasnacht A(nno) 99, sol er geben
hundert marck, welchs auch dem Vatter geburet, Vnd letzlich auf
Fasnacht des 91 Jars, sol er geben hundert marck, mit welchem also die
Somma der gereidschaft volligk erleget sol werden, daraus geburet
dem keuffer sein Mutterteil funftzigk marck, Vnd die andern
funftzigk marck geburen dem Vatter, darnach bleiben an
dem gutte, alte Erbegelde zu bezahlen, hundert marck, welche sol
keuffer, alle Jar Jerlichen, auf Michaheli mit 5 marcken ablegn,
bis zu endlicher richtiger bezalungk, Vnd sol anfangen am
Erbegeldt auff Michaheli A(nno) 1586, Auch hat im der
Vatter in dem guth ausgedinget, bey seinem leben frei herberge
vnd einen freien tiesch, so guth ers mit seinem gesinde, vnd den
seinigen ischt vnd trinckt Jtem mehr sol er im geben, alle Jar
einen halben Virtel eimer putter, zwey schock Eier, einen
halben scheffel weitze, von zweien Epfel beumen, die fruchte
zu genissen Vnd alle Jar sol er im, ein halb Virtel lein seen,
in den acker, da er den seinigen hinwendeth Wenn